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Alles rund um das perfekte Bewerbungsfoto

Wie sollte ein gelungenes Bewerbungsfoto aussehen – Diese Tipps verraten es dir!

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Wie sollte ein gelungenes Bewerbungsfoto aussehen – Tipps und Tricks

Das Bewerbungsfoto ist ein wichtiges Element Ihrer Bewerbung – der Werbung, die Sie für sich selbst machen. Es rundet das Gesamtbild ab, mit dem Sie sich dem Arbeitgeber präsentieren. Dabei ist die Wirkung von Bildern nach wie vor nicht zu unterschätzen: Das „richtige“ Bewerbungsfoto ist ebenso entscheidend für den Erfolg Ihrer schriftlichen Bewerbung wie Ihre persönliche Erscheinung im Vorstellungsgespräch.

Bewerbungsfoto – ein „Muss“, „Soll“ oder „Kann“?

Es gibt gute Gründe, die gegen eine Bewerbung mit Bewerbungsfoto sprechen. So sagt ein Bild nichts über die wirkliche Kompetenz eines Bewerbers aus. Vielmehr kann es dazu führen, dass geeignete Kandidaten aufgrund äußerer Merkmale aussortiert werden, die für die Besetzung nicht relevant oder gar diskriminierend sind. In Ländern wie beispielsweise den USA und Großbritannien sind deshalb anonymisierte Bewerbungen üblich, die keine Rückschlüsse auf Geschlecht, Hautfarbe oder ethnische Zugehörigkeit zulassen. Daher wird auch auf ein Bewerbungsfoto verzichtet.
Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz besteht keine Pflicht, sich mit Bewerbungsfoto zu bewerben. Jedoch ist es im deutschsprachigen Raum weiterhin üblich und gern gesehen. Man schätzt, dass vier von fünf Personalentscheidern Wert auf ein (gutes) Bewerbungsfoto legen.
Ein Bewerbungsfoto ist also nicht Pflicht – aber durchaus zur Kür geeignet! Nutzen Sie die Möglichkeiten der visuellen Selbstdarstellung als Chance.

Durch Bewerbungsfotos im Bilde sein

Ein kurzer Perspektivwechsel: Sie als Personaler haben wenig Zeit, aus Bergen von Bewerbungen eine begrenzte Auswahl zu treffen. Natürlich sind Sie auf „Indizienbeweise“ angewiesen. Das heißt, Sie sammeln Eindrücke, um den Bewerber einzuschätzen – sich ein Bild von ihm zu machen. Visuelle Eindrücke sind starke Eindrücke. Mit dem Bewerbungsfoto hat der Bewerber ein Großteil des Bildes vorgegeben, dass in Ihrem Kopf entsteht.
Was heißt das für Sie als Bewerber? Sorgen Sie dafür, dass das gewünschte Bild von Ihnen rüberkommt. Dazu gehört: Wissen, was wünschenswert ist. Und dies von der Kamera einfangen lassen.

Das ideale Bewerbungsfoto…

  • … spiegelt Ihre Persönlichkeit im beruflichen Kontext
  • … passt zur angestrebten Position
  • … vereint die Einhaltung gängiger Regeln mit der persönlichen Note

Wie kommen Sie an ein solches Bewerbungsfoto? Es gibt zwei Möglichkeiten. Die erste:
Ein professioneller Fotograf liefert Ihnen solche Bilder. Hier gilt es, die guten von den weniger guten zu unterscheiden. Die zweite: Sie erarbeiten sich mit dem richtigen Know-how, ausreichend Zeit und Aufwand selbst geeignete Bilder.

Bewerbungsfoto-Fotograf finden

Nicht jeder Fotograf macht ein gutes Bewerbungsfoto. Ein sehr gutes Bewerbungsfoto zu machen erfordert einiges an Zeit, Aufwand und Erfahrung. Wenn Sie in 10 Minuten fertig sind, stimmt etwas nicht. Das Fotoshooting dauert in der Regel zwischen ein und drei Stunden. Sie werden in verschiedenen Outfits fotografiert, die zu ihrem Berufsbild und der angestrebten Position passen. Rechnen Sie mit Ausgaben von mindestens 60 bis 120 Euro.
Achten Sie auf folgende Leistungen:

Vor dem Shooting

• Ausführliche Beratung durch den Fotografen
Der Profi benötigt genauere Infos über Ihre Persönlichkeit und über Ihr Berufsbild und informiert Sie über verschiedene Möglichkeiten, Sie passend in Szene zu setzen. Auch wird über die Auswahl der Garderobe gesprochen.
• Styling (Frisur und ggf. Make-up) durch den Fotografen
Zu einem professionellen Shooting gehört ein professionelles Styling dazu. Viele richtig gute Portraitfotografen haben entsprechende Ausbildungen absolviert oder arbeiten mit Fachpersonal zusammen. Frisur und Make-Up – manchmal auch nur ein wenig Puder gegen Fotoblässe und glänzende Haut – werden Ihrem Business-Typ entsprechend gestaltet.

Das Shooting:

  • Dauert etwa 1-3 Stunden
  • Unterschiedliche Garderobe und Posen werden in Szene gesetzt
  • Gemeinsam mit dem Fotograf suchen Sie die besten Bilder aus
  • Die Nachbearbeitung ist inklusive – Retusche, wenn überhaupt, in Maßen
  • Sie erhalten Abzüge und eine CD mit den digitalisierten Bewerbungsfotos (je nach Paket-Angebot), auf Wunsch schwarz weiß, bunt und sepia

Der Fotograf

  • Überzeugt durch Arbeitsproben auf seiner Website oder im Schaufenster
  • Hat speziell Erfahrung mit Bewerbungsfotos
  • Nimmt sich Zeit für eine ausführliche Beratung
  • Will weder schnell und billige automatenähnliche Bilder fabrizieren noch künstlerische Ambitionen ausleben
  • Sorgt für professionelles Make-up und angemessene Frisur

Bewerbungsfotos in Eigenregie

Nicht selten gehen Jobsuche und Geldknappheit Hand in Hand. Und auch andere Gründe kann es geben, dass Sie sich entscheiden, keinen professionellen Fotografen für Ihr Bewerbungsfoto zu engagieren.
Was Sie brauchen: Eine gute Kamera, eine begabte helfende Hand (keine Selfies!), ein gutes Setting (Hintergrund, Beleuchtung), ein passendes Outfit, Zeit, Geduld, ein gutes Fotobearbeitungsprogramm.

Das Portrait

  • Ein Bewerbungsfoto ist ein Portraitfoto – kein Passbild, keine Ganzkörperdarstellung
  • Sie sind frontal oder im Halbprofil zu sehen
  • Genug Platz (schauen Sie sich Beispielbilder an), Sie wirken nicht gequetscht

Make-Up und Accessoires

  • Für Männer und Frauen gilt: Puder, um Glanzstellen im Gesicht zu vermeiden
  • Leichtes Tages-Makeup; keine sichtbaren Übergänge zwischen Gesicht und Dekolleté
  • Zartes Rouge
  • Lippenstift in naturnahen Tönen wählen oder nur etwas Lipgloss verwenden
  • Wimpern ruhig kräftig tuschen, dafür Zurückhaltung beim Kajalstift
  • Schmuck sehr dezent wählen

Kleidung

  • Die Kleidung entspricht in der Regel dem Dresscode des gewählten Berufs z. B. Banker: Anzug, Hemd und Krawatte; Handwerker: dunkle Jeans, schickes Hemd.
  • Lieber ein wenig zu schick als zu lässig
  • Kein tiefer Ausschnitt, nicht schulterfrei, Hemd und Bluse max. 1-2 Knöpfe offen
  • Keine knalligen Farben in konservativen Berufsfeldern oder für Bewerbungen bei konservativen Arbeitgebern
  • Farblicher Kontrast zu Haaren und Fotohintergrund beachten (dunkle Haare, eher helle Kleidung; helle Haare, eher dunkle Kleidung)

Frisur
Die Frisur sollte Sie seriös wirken lassen. Bei Frauen eignen sich daher hoch gesteckte Haare oder der klassische Pferdeschwanz für das Bewerbungsfoto besser als offenes Haar. Bei Männern mit langen Haaren wird ebenfalls ein Zopf empfohlen. Offene Haare sollten einen frischen Schnitt erkennen lassen.

Hintergrund
Der Foto-Hintergrund beim Bewerbungsfoto ist in der Regel einfarbig, hell oder dunkel. Tragen Sie helle Kleidung, wählen Sie einen dunklen Fotohintergrund und umgedreht. Wer selbst Fotos macht, sollte darauf achten, dass es sich beim Hintergrund um eine glatte, einfarbige Fläche handelt (keine Raufasertapete oder die verputzte Flurwand). Auch sollten im Hintergrund keine Möbel und andere häusliche Requisiten zu sehen sein.

Beleuchtung
Am besten eignet sich Tageslicht. Es ist schwierig, als Laie eine professionelle Beleuchtung zu kreieren. Einfacher ist es, Schlagschatten zu vermeiden und die Ausleuchtung bei der Nachbearbeitung via Fotoprogramm vorzunehmen. Besonders Brillenträger sollten darauf achten, dass ihr Brillengestell keine Schatten ins Gesicht wirft und die Brillengläser das Blitzlicht nicht reflektieren. Es hilft, die Bügel ein wenig höher einzustellen als beim normalen Tragen der Brille.

Körperhaltung

  • Mimik: freundliches Lächeln, offener Blick. Für höhere Positionen darf der Gesichtsausdruck gerne etwas strenger sein.
  • Gestik und Körperhaltung: Empfohlen wird eine offene Körperhaltung, leicht nach vorne gebeugt, leichte Kopfneigung. Es gilt: ausprobieren, was passt! Man muss kein Profi sein, um beim Betrachten der Fotos ihre Wirkung zu spüren. Dazu sollten Sie aber eine ehrliche Zweitmeinung beim Aussuchen einholen.
  • Position im Bild: mittig

Weitere Tipps für gute Self-made-Fotos

  • Stativ benutzen
  • Gute Musik auflegen
  • Oft Bewegen und Position wechseln
  • Mit Spaß an die Sache gehen (das beeinflusst Ihre Ausstrahlung)
  • Betrachten Sie die ersten 20 Fotos als Übungsmaterial
  • Machen Sie Pausen

Das Bild

  • als Datei 2 MB
  • Datei-Format: jpg, png
  • Bildformat: Hoch- oder Querformat / Gängige Größen: 4,5 x 6 cm, 5 x 7 cm, 6 x 9 cm
  • Schwarz-weiß, Farbe oder Sepia (Geschmacksache)

Sie können die Bewerbungsfotos entwickeln lassen, auf gutem Fotopapier ausdrucken oder direkt in die Bewerbung einfügen, sollten dann jedoch auf einen besonders guten Druck achten.

Das Bewerbungsfoto in der Bewerbung

Auf das Deckblatt, in den Lebenslauf, auf die „dritte Seite“ – wo kommt das Bewerbungsfoto denn nun eigentlich hin? Die Regel ist: Wenn Sie ein Deckblatt verwenden, kommt das Bewerbungsfoto auf das Deckblatt. Wo Sie es dort platzieren, hängt vom gewählten Layout ab. Verwenden Sie kein Deckblatt, gehört das Bewerbungsfoto auf die erste Seite des Lebenslaufes neben die Persönlichen Angaben – rechts oder links hängt wieder vom Layout ab. Sollten Sie ein „richtiges Foto“ verwenden, benutzen Sie auf keinen Fall eine Büroklammer, um das Bild zu befestigen. Es wird so beschädigt und sendet das Signal „Soll wiederverwendet werden“. Beschriften Sie das Bewerbungsfoto auf der Rückseite mit Ihrer vollständigen Adresse, falls es sich von den Unterlagen löst, kann es Ihrer Bewerbung zugeordnet werden. Fixiert wird es mit einem Klebestift oder Selbstklebestreifen.

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